Meine erste Fahrstunde

Meine erste FahrstundeAn meine erste Fahrstunde kann ich mich nicht mehr erinnern, da diese doch schon vor einigen Jahren war. Also suchte ich eine Möglichkeit damit ich mich noch besser in die Fahrschüler/in versetzen könnte die ihre erste Fahrstunde im Auto absolvieren. Lastwagen, Reisecar oder Bus geht nicht da ich diese Ausweise schon besitze. Bleibt also nur noch fliegen oder aufs Wasser. Da kam mir die Fahrlehrer Weiterbildung mit dem Thema Über- und Unterforderung gerade richtig.

Roger, war ein guter Fluglehrer mit sehr grosser Fachkompetenz. Zuerst erklärte er uns in 45 Minuten wie man das Flugzeug der Marke Robin oder auch andere Leichtmotorflugzeuge zum Fliegen bringt.

Zwei Pedale mit denen man gleichzeitig das Flugzeug auf dem Boden lenken und bremsen kann? Sollte ja nicht so schwer sein. Mit der linken Ferse linkes Pedal drücken dann fährt man nach links, rechte Ferse auf rechtes Pedal fährt man nach rechts. Mit beiden Fußspitzen nach vorne drücken bremst man das 550 kg schwere Sportflugzeug. Gas geben, mit linker Hand den schwarzen Knopf hineindrücken bis 1700 Touren, mit der rechten Hand den „Steuerknüppel“ locker halten. Feststellbremse lösen und schon rollt das Ding. Rechtskurve gut, geradeaus okay stop, weiterrollen nach links dann geradeaus der gelben Linie entlang, ups das war zu viel rechtes Pedal, oh je zu viel linkes Pedal und jetzt kommt die Wiese so nahe, nun das rechte Pedal fester drücken. Jetzt ist wieder okay, es rollt geradeaus. Fast geradeaus, eine kleine Schlangenlinie bleibt jedoch. Jetzt soll am Haltebalken anhalten, jedoch halte ich drei Meter zu früh an.

Das einschätzen der Länge des Flugzeugs bis zum Propeller und das drücken der Bremsen funktioniert noch nicht einwandfrei. Nun noch die Lande- respektive Startbahn kontrollieren, zum Start anmelden und los geht’s. Mit circa 120 km/h beginnt die Maschine zu fliegen. Ich soll die Maschine auf 200 km/h beschleunigen und auf 3000 Fuss steigen lassen und beim Steigflug eine flache Rechtskurve fliegen. Geht eigentlich ganz gut. Der Fluglehrer ermahnte mich, nicht zu lange auf die Armaturen zu schauen. „Dein Blick muss nach draussen, den Luftraum nach andern Flugzeugen absuchen“.

Cockpit

Welches Teil ist schon wieder der Höhenmesser und wo die Geschwindigkeitsanzeige frage ich mich wieder. „Da schau von rechts kommt ein anderes Flugzeug“.

Was, wie, wo ist das Ding. Ich sehe nichts. Ah da ist es, endlich gesehen. „Den müssen wir im Auge behalten und steigen auf 4000 Fuss. Da vorne siehst du ein Stück vom Zugersee, da fliegst du nun hin“. Also Flugzeug steigen lassen Richtung Zugersee fliegen das andere Flugzeug beobachten und nach andern Flugzeugen suchen.

Meine erste Fahrstunde - LandungNach rund 30 Minuten wollen wir landen müssen aber noch zwei Schlaufen fliegen weil andere vor uns landen möchten. Die Landung macht dann der Fluglehrer selber ;-)) verständlicher Weise. Anmerkung des Lehrers: die Landung ist gut wenn wir aussteigen können und perfekt ist die Landung wenn das Flugzeug nachher wieder starten kann.

Dieser sehr gute informationsreiche und spannende Fahrlehrer Weiterbildungskurs war für mich sehr lehrreich.

Nun kann ich noch besser nachvollziehen wie sich meine Kunden in den ersten Fahrstunden fühlen und sie unterstützen.