Der Weg zum Führerausweis

Der Weg zum Führerausweis führt über mehrere Stationen. Erst muss Ihr Sohn einen Nothelferkurs absolvieren. Frühestens einen Monat vor dem 18. Geburtstag kann er das Gesuchsformular beim Strassenverkehrsamt oder der Einwohnerkontrolle abgeben. Dazu benötigt er ein Passfoto, einen amtlich anerkannten Sehtest und den Nothelferausweis. Ihr Sohn muss diese Papiere persönlich zusammen mit der ID (oder Ausländerausweis) im Original am Schalter vorlegen.

Danach muss er die Theorieprüfung bestehen. Dazu gibts im Handel mehrere Übungsprogramme. Achten Sie darauf, dass originale Fragen und Lernhilfen der richtigen Antworten enthalten sind. «Wertvolle Tipps und Tricks», die angeboten werden, gibts in der Regel gratis im Web, rechtfertigen also keinen Mehrpreis. Das günstigste Angebot ist «Smartdriver» von Planet-L (49.80 Fr.). Es erfüllt alle Anforderungen, läuft auf allen Smartphones, Tablets oder PCs und wird mit einem sehr guten Theoriebuch geliefert. Man braucht nur Internetzugang.

Nach bestandener Prüfung erhält Ihr Sohn den Lernfahrausweis. Der ist zwei Jahre gültig. Ich rate, die Fahrausbildung bei einer Fahrschule zu absolvieren: Fahrlehrer sind geschult, in komplexen Situationen das Richtige zu trainieren. Zudem kann Ihr Sohn dann gleich den obligatorischen Verkehrskundeunterricht absolvieren. Für die praktische Prüfung den Fahrschulwagen verwenden. Meist nach 20 bis 30 Fahrstunden schätzt der Fahrlehrer Schüler als prüfungsreif ein und meldet sie zur praktischen Prüfung an.

Nach geschaffter Prüfung erhält Ihr Sohn den Führerausweis auf Probe. Für den unbefristeten Ausweis sind in den folgenden drei Jahren zwei Weiterbildungstage obligatorisch. Was die Fahrausbildung kostet, kann ich nicht pauschal sagen. Ich denke aber, je nach Vorwissen sollten Sie 2000 bis 3000 Franken kalkulieren.

Quelle
Blick Ratgeber Verkehr von Peter Förtsch (Publiziert am 02.07.2015)
Peter Förtsch ist Autor von «Der Führerausweis», dem Fachbuch der schweizerischen Verkehrsregeln.